Freitag, 26.  Mai 2017

Der Maler malt mahlt malt Kaffeekannen

Dieser geschriebene Satz im Diktatheft eines (Berufs)Schülers würde jede Eltern auf die Palme bringen. „Nimm doch deinen Grips zusammen, bevor du schreibst“ So oder ähnliche Vorwürfe müsste sich der arme Schüler gefallen lassen. Dass in diesem Fall nicht der Schüler, sondern der Lehrer die Schuld trägt wäre den Eltern kaum zu vermitteln gewesen.

Doch bei unserem Dr. Dr. S., genannt Doc, war es leider so. Hatte dieser doch eine unnachahmliche Art zu diktieren. Dass er sehr langsam und deutlich beim Diktieren sprach war ja sehr lobenswert. Seine mit Vorsatz eingefügten künstlichen Pausen brachten seine Schüler aber an den Rand der Verzweiflung.

Beispiel gefällig:
„Der Maler malt“ begann der Doc eines seiner unvergessenen Diktate.
Alle Schüler begannen zu schreiben. Mit einem Kennerblick erfasste er sofort wenn jeder mit schreiben fertig war.
Langsam diktierte er weiter: „Kaffee“
Ein leises Raunen ging durch die Reihen und alle strichen das letzte Wort durch und schrieben „mahlt“
Innerlich schmunzelte unser Doc vermutlich schon. So begann er auch gleich weiter zu diktieren: „Kannen“ Er konnte sicher sein, dass alle Schüler ihn gerade irgendwohin wünschten. Kam doch dann dieser eingangs erwähnte Satz zustande.

Man konnte, da der Doktor die Pausen absichtlich falsch setzte, nie sicher sein, ob das geschriebene Wort richtig war.

Seinen Triumph kostete er dann noch vollends aus, als er durch die Reihen ging und den Einen oder Anderen maßregelte. "Was hast du wieder für ein Geschmier in deinem Heft
gemacht" und zog den verdutzten Schüler an den Haaren über den Ohren.

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